Schaftfräser & Schruppfräser für Metall – VHM & HSSX-V2
Schaftfräser und Schruppfräser sind in der industriellen Metallbearbeitung unverzichtbar, um ein hohes Zeitspanvolumen bei gleichzeitig präzisen Konturen zu erreichen. Diese Kategorie umfasst langlebige Einzelwerkzeuge sowie einsatzbereite Fräser-Sets in VHM- und HSSX-V2-Ausführungen für CNC-gesteuerte und konventionelle Fräsmaschinen.
Die Werkzeuge sind auf die unterschiedlichen Phasen der Bearbeitung ausgelegt – vom vibrationsarmen Auskammern mit beschichteten Feinschruppfräsern (z. B. mit TIALN-FUTURA oder UFX) bis hin zum maßhaltigen Schlichten von Baustählen, Edelstahl (Inox) und Werkstoffen unter 45 HRC. Zur Auswahl stehen Ausführungen mit 3 oder 4 Schneiden sowie zylindrische Schäfte mit seitlicher Mitnahmefläche (Weldonschaft / Schaft B), die ein Durchdrehen oder Herausrutschen des Werkzeugs unter Last verhindern.
Karnasch HSSX-V2 Feinschruppfräser, 3 Schneiden, TiAlN, DIN 1835 B, 442469
Schaftfräser und Schruppfräser für die produktive Metallbearbeitung
In der Zerspanung kommt es auf das richtige Verhältnis aus Zeitspanvolumen und Werkzeugstandzeit an. Die Schaft- und Schruppfräser dieser Kategorie reduzieren durch eine ungleiche Schneidenteilung Schwingungen beim Fräsen. Während glatte Schaftfräser universell zum Schruppen und anschließenden Schlichten eingesetzt werden, brechen Schruppfräser mit kordeligem Feinschruppprofil die Späne kurz. Das senkt den Schnittdruck, verringert die Neigung zum Rattern und schont die Spindel der Fräsmaschine.
Ausführungen für unterschiedliche Werkstattanforderungen
- Ausführungen mit 3 Schneiden bieten reichlich Spanraum für weiche oder langspanende Werkstoffe, während Varianten mit 4 Schneiden durch den stabileren Kern die Werkzeugsteifigkeit erhöhen und als Schaftfräser saubere Oberflächen beim Schlichten liefern.
- Das kordelige Profil minimiert spürbar Schwingungen beim schweren Schruppen und sorgt dafür, dass die Werkzeuge als Feinschruppfräser ein gleichmäßiges, feines Oberflächenprofil hinterlassen.
- Die seitliche Spannfläche bei Schaft B (Weldonschaft / DIN 1835 HB) überträgt das Drehmoment formschlüssig und verhindert, dass sich der Schruppfräser im Spannfutter dreht oder unter starkem axialem Zug herauswandert.
- Ordentlich sortierte Sätze im schlagfesten Koffer oder Rundmagazin halten die gängigsten Durchmesser griffbereit an der Maschine.
Erhöhte Standzeiten durch Verschleißschutz
Die Werkzeuge basieren auf zähem, pulvermetallurgischem Schnellarbeitsstahl (HSSX-V2) oder Feinkorn-Vollhartmetall (VHM). In Verbindung mit harten Schutzschichten wie TIALN-FUTURA oder UFX-Beschichtungen widerstehen die Schneidkanten hohen Temperaturen. Das erlaubt sowohl den nassgekühlten Einsatz als auch die wirtschaftliche Trocken- und MMS-Bearbeitung von Guss, Edelstahl (Inox) und Stählen bis 45 HRC.
FAQ – Häufige Fragen zu Schaftfräsern & Schruppfräsern
Das kordelige Profil des Feinschruppfräsers teilt den Span in kleine Abschnitte und senkt die Schnittkräfte. Dadurch entstehen spürbar weniger Vibrationen (Rattern). Der verringerte Schnittdruck ermöglicht höhere Schnitttiefen und Vorschubraten im Vergleich zu Fräsern mit glatter Schneidkante.
Fräser mit 3 Schneiden besitzen größere Spanräume, was den Spanabfluss bei weicheren oder langspanende Materialien erleichtert. Fräser mit 4 Schneiden bieten durch den dickeren Kern eine höhere Stabilität. Sie erlauben höhere Tischvorschübe bei stabileren Werkstoffen und erzeugen ein sauberes Schliffbild beim Schlichten.
HSSX-V2 ist ein hochlegierter, pulvermetallurgischer Schnellarbeitsstahl. Er schließt das Leistungssegment zwischen klassischem HSS-E und Vollhartmetall (VHM), indem er die hohe Zähigkeit von HSS mit einer verbesserten Verschleißfestigkeit kombiniert. Diese Fräser eignen sich für die wirtschaftliche Bearbeitung von Werkstoffen bis zu einer Härte von unter 45 HRC.
Die TIALN-FUTURA-Beschichtung schützt den Stahlfräser vor Reibungswärme und abrasivem Verschleiß. Bei hohen Temperaturen bildet sich an der Oberfläche eine schützende Aluminiumoxidschicht. Sie hält die Schneidkante stabil, sichert lange Standzeiten und unterstützt die Trockenbearbeitung sowie den Einsatz mit Minimalmengenschmierung.
Beim schweren Schruppen treten hohe axiale Kräfte auf, die das Werkzeug belasten. Der Weldonschaft nach DIN 1835 HB besitzt eine seitliche Mitnahmefläche, auf die die Klemmschraube der Futteraufnahme drückt. Das verhindert mechanisch, dass sich der Fräser im Spannfutter dreht oder unter starkem axialem Zug nach unten herauswandert.